Eine Berufsunfähigkeitsversicherung ist eine private Vorsorge, die im Falle einer Berufsunfähigkeit als finanzielles Polster dient, wenn das bisherige Lohneinkommen wegbricht. Somit ist sie eine äußerst wichtige Vorsorgemaßnahme, um sich und gegebenenfalls seine Familie vor einer finanziellen Notsituation zu schützen. Wer an einer Vorerkrankung wie beispielsweise Darmkrebs erkrankt ist, hat es in der Regel schwerer, einen Versicherungsabschluss zu erzielen, jedoch ist dies nicht unmöglich. Wie wir Ihnen helfen können, Ihre Chancen zu vergrößern, zeigen wir Ihnen im Folgenden auf.

Was ist Darmkrebs genau?

Darmkrebs wird in der Fachsprache auch kolorektales Karzinom genannt und bezeichnet einen bösartigen Tumor, der sich im Dick- oder Mastdarm befindet. Diese Krebsart zählt zu den häufigsten in Deutschland und entstehen meist aus noch harmlosen Darmpolypen. Ursachen für jene Bildung können unter anderem sein:

  • falsche (ballaststoffarme) Ernährung
  • Alkohol-/Nikotinkonsum
  • genetische Faktoren
  • chronisch-entzündliche Darmerkrankungen
  • Diabetes mellitus Typ 2

Die Entwicklung des Darmkrebses erfolgt in der Regel langsam, ohne dass Betroffene zunächst Symptome verspüren. Mit der Zeit können veränderte Stuhlgewohnheiten, Blut im Stuhl, unbeabsichtigter Gewichtsverlust, Blutarmut, Bauchschmerzen, leichtes Fieber, Müdigkeit oder Leistungsschwäche mögliche Symptome darstellen, wobei diese nur einen kleinen Teil einer langen Liste mit individuell verschiedenen Anzeichen bilden.

Wie bei den meisten Krebsarten spielt auch hier der Zeitpunkt der Diagnose eine große Rolle: Die Heilungschancen steigen, je früher der Darmkrebs erkannt wird. Haben sich bereits Metastasen gebildet, verschlechtert sich die Prognose.

Grundsätzlich hängen die Behandlungsmöglichkeiten immer von Position, Größe und Ausbreitung des Tumors ab. In vielen Fällen ist die Entfernung jedoch durch eine Operation möglich, welche von einer Chemo- und Immuntherapie unterstützt werden kann, um die Heilungschancen zu vergrößern.

Aufgrund eines verbesserten Vorsorgeprogramms ist die Lebenserwartung für Darmkrebspatienten in den letzten Jahren stark gestiegen. Regelmäßige Darmkrebs-Vorsorgeuntersuchungen (meistens ab einem Alter von 50 Jahren) ermöglichen eine Früherkennung von körperlichen Veränderungen, sodass oft bereits im frühen Stadium gehandelt werden kann.

Trotz gesetzlicher Erwerbsminderungsrente eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen?

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung springt im Gegensatz zur gesetzlichen Erwerbsminderungsrente bereits dann ein, wenn Sie Ihren Beruf nicht mehr ausüben können. Dabei spielt es keine Rolle, ob Sie weiterhin einer anderen Tätigkeit nachgehen können oder nicht – die Berufsunfähigkeitsversicherung greift immer. Anders funktioniert in diesem Fall die Erwerbsminderungsrente:

  • Wer noch mindestens 6 Stunden in irgendeinem anderen Beruf arbeiten kann, erhält keine Rente.
  • Bei 3 bis 6 Stunden erhält man die Hälfte der Rente.
  • Erst wenn man weniger als 3 Stunden am Tag erwerbsfähig ist, steht einem die volle Erwerbsminderungsrente zu.

Genau hierin liegt der Knackpunkt: Zu viele Menschen verlassen sich auf die gesetzliche Erwerbsminderungsrente, da sie die Tragweite der Auszahlungsstaffelung unterschätzen und auch bei voller Rente mit höheren Summen rechnen. Das folgende Praxisbeispiel soll jedoch verdeutlichen, dass trotz hundertprozentiger Auszahlung der Lebensunterhalt gefährdet sein kann.

Geringe Erwerbsminderungsrente bei einer Friseurin mit Darmkrebserkrankung

Frau U. ist gelernte Friseurin und arbeitet gern in ihrem Beruf. Bei einer Vorsorgeuntersuchung wird ein bösartiger Tumor gefunden und Darmkrebs diagnostiziert. Frau U. hat Glück, denn der Krebs ist früh genug erkannt worden und hat noch nicht gestreut. Bei einer Operation kann der Tumor aufgrund seiner versteckten Lage jedoch nur schwer entfernt werden, weshalb Frau U. zur Unterstützung eine Chemotherapie erhält. Es ist insgesamt ein langwieriger Heilungsweg, doch der Krebs kann schließlich besiegt werden.

Durch die Chemotherapie erleidet Frau U. erhebliche Folgeschäden, die es ihr unmöglich machen, wie gewohnt weiterzuarbeiten. Nachdem Frau U. zunächst 2 Jahre Krankengeld erhalten hatte, beantragt sie nun die gesetzliche Erwerbsminderungsrente. Nach eingehender Prüfung wurde anerkannt, dass sie in keinem Beruf mehr die Möglichkeit hat, länger als 3 Stunden täglich zu arbeiten. Obwohl sie damit vollen Rentenanspruch hat, beträgt ihre Rente bei einem vorherigen Bruttoeinkommen von 1.800 EUR lediglich 522 EUR. Aufgrund des finanziellen Einschnitts ist Frau U. Nicht mehr in der Lage, ihren Lebensunterhalt zu sichern, und steht vor großen existenziellen Schwierigkeiten.

Vorerkrankungen bergen Schwierigkeiten beim Versicherungsabschluss

Wer bereits unter einer Vorerkrankung wie Darmkrebs litt oder akut daran leidet, muss mit Hindernissen beim Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung rechnen. Versicherer sehen in diesen Fällen ein erhöhtes Risiko für eine verfrühte Berufsunfähigkeit und fordern daher häufig Beitragszuschläge, Ausschlussklauseln oder lehnen Anträge komplett ab. Aus diesen Gründen sollten Sie sich daher unbedingt an einen professionellen Versicherungsmakler wenden. Mit unserer über 20 Jahre langen Erfahrung und Spezialisierung auf Versicherungsabschlüsse bei Vorerkrankungen stehen wir auch Ihnen beim Abschluss Ihrer Berufsunfähigkeitsversicherung trotz Darmkrebs gern zur Seite.

So gehen wir den für den erfolgreichen Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung vor

Damit der Versicherungsabschluss trotz einer Darmkrebserkrankung möglichst gelingt, haben wir ein 5-Schritte-Konzept entwickelt:

  1. Für einen grundlegenden Überblick über Ihre aktuelle gesundheitliche und berufliche Situation bitten wir Sie zunächst einen Fragebogen auszufüllen. Diese Form der Gesundheitsprüfung stellt die Grundlage für die Versicherer dar, das Risiko, Sie zu versichern, kalkulieren zu können.
  2. Wir berechnen Ihren persönlichen Versicherungsbedarf, der später die Höhe Ihrer Rente bestimmt, die Ihnen im Falle einer Berufsunfähigkeit ausgezahlt wird.
  3. Im Rahmen einer Risikovoranfrage senden wir Ihre Daten anonymisiert an verschiedene Versicherer, die Ihre Anfrage prüfen und das Risiko für sich abwägen. Bei einer Risikovoranfrage handelt es sich um eine unverbindliche, anonyme Voranfrage, bei der mit dem Versicherer geklärt wird, ob er einen Versicherungsschutz bieten möchte und, falls ja, zu welchen Konditionen. Wie die Risikovoranfrage sind auch die Angebote derjenigen Versicherer, die bereit sind, Sie zu versichern, unverbindlich. Der Vorteil einer Risikovoranfrage ist also, dass keine offiziellen Ablehnungen erfolgen können, die einen Eintrag in das Sonderwagnisregister der Versicherer finden würden. Dieses Register ist vergleichbar mit der Schufa-Auskunft, allerdings geht es hier nicht um die finanzielle, sondern um die „gesundheitliche Bonität“. Mit jeder offiziellen Ablehnung und damit jedem Eintrag ins Sonderwagnisregister sinkt diese Bonität. Daher ist eine Antragsablehnung unbedingt zu vermeiden.
  4. Als Nächstes können Sie die Angebote der Versicherer durchgehen und gegeneinander abwägen. Entscheiden Sie, welcher Versicherer Ihre Wünsche, Vorstellungen und Bedürfnisse am besten abdeckt. Auf Wunsch unterstützen wir Sie dabei gern.
  5. Haben Sie Ihre Entscheidung getroffen, übernehmen wir gern alles Weitere für Sie. Wir stellen den offiziellen Antrag und sind für den ausgewählten Versicherer der erste Ansprechpartner bei Rückfragen.

Profitieren Sie von unserer kostenlosen Unterstützung

Profitieren Sie von unserer jahrelangen Erfahrung, in der wir uns auf Fälle mit Vorerkrankungen spezialisiert haben, ohne zusätzliche Kosten aufwenden zu müssen. Unsere gesamten Leistungen sind für Sie vollkommen kostenfrei. Möglich ist uns dies durch eine Courtage, die wir vom Versicherer erhalten, während Sie lediglich den zuvor vereinbarten Versicherungsbeitrag an den Versicherer zahlen.